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Einsatz 59: Feuer

Alarmierung am 15.08.2017 - 08:26 Uhr
Brand im Dachgeschoss
Seelze, Hannoversche Straße
DMESirene


Einsatzbilder
Einsatzbericht

Reihenhaus nach Feuer unbewohnbar


Im Dachstuhl eines Hauses in Seelze ist am Dienstagmorgen Feuer ausgebrochen. Wegen des Einsatzes gibt es Einschränkungen im Busverkehr. Die Sperrung der K356 ist wieder aufgehoben.

Seelze . Nachbarn hatten gegen 8.20 Uhr Rauch aus dem Dach des Reihenendhauses aufsteigen sehen und die Feuerwehr alarmiert. In dem Haus lebt eine vierköpfige Familie. Außer dem 20-jährigen Sohn hatte alle das Haus zu diesem Zeitpunkt schon verlassen. Der Sohn bemerkte das Feuer rechtzeitig und brachte sich in Sicherheit.

Als die Rettungskräfte eintrafen, schlugen die Flammen aus dem Dach. Die Feuerwehr Letter wurde zur Verstärkung angefordert. Im Höhepunkt der Löschversuche waren annähernd 100 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie konnten nicht verhindern, dass der Brand sich im gesamten Dachgeschoss ausbreitete, weil der Einsatz erschwert wurde: Das Haus liegt am Ende eines Privatweges. Die direkte Zufahrt war nicht möglich. Darum konnte auch die in solchen Fällen so wichtige Drehleiter nicht eingesetzt werden.

Außerdem konnten die Feuerwehrleute die Lage des Brandes nicht eindeutig erkennen, weil ihnen dichter Rauch immer wieder die Sicht versperrte. Sie befürchteten, der Brand könne auch auf die benachbarten Häuser übergreifen. Um den Brandherd zu orten, setzte die Feuerwehr schließlich ihre Drohne und mehrere Wärmebildkameras der Feuerwehr Seelze ein. Damit das Löschwasser Wirkung zeigt, deckten Feuerwehrleute das Dach großflächig ab. Damit konnten die Brandbekämpfer ein Übergreifen auf das Nachbarhaus verhindern.

Alle Reihenhäuser wurden kurzfristig geräumt. Auch Stephan Skreide (41) musste sein Haus verlassen. Er bewohnt eines der hinteren Reihenhäuser. "Ich bin beruhigt, dass die Feuerwehr vor Ort ist und dankbar, dass das Feuer so früh entdeckt wurde", sagt Skreide.

Auch Birgit Weiskam (59) kam besorgt zur Hannoverschen Straße. "Ich habe die Rauchwolke von Weitem gesehen, meine Tochter wohnt in der Nähe. Da wollte ich wissen, was los ist", sagte sie. Ihre Tochter Meike (35) mit dem einjährigem Sohn Ole waren in ihrem Häuserblock jedoch nicht betroffen, verfolgten aber das Geschehen aus sicherem Abstand.

Gegen 10.15 Uhr hatten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten dauerten jedoch den weiteren Vormittag bis etwa 13 Uhr an. Die Hannoversche Straße war zeitweise voll gesperrt. Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der schwierigen Löscharbeiten mussten im Laufe des Einsatzes weitere Ortsfeuerwehren, die Werksfeuerwehr von Honeywell und die Feuerwehrtechnische Zentrale in Ronnenberg nachalarmiert werden. Zeitweise waren so bis zu 100 Feuerwehrleute mit 20 Fahrzeugen im Einsatz.

Per Rundfunkdurchsage wurden die Anwohner zum Schließen von Fenstern und Türen aufgefordert. Noch während der Löscharbeiten nahm die Kriminalpolizei Ermittlungen auf. Das betroffene Reihenhaus ist nicht mehr bewohnbar.

Quelle: haz.de




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